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07. Dezember 2016

Energietipp der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz


Elektrospeicherheizung - ein Umstieg ist oft nicht einfach
Viele Besitzer von Nachtstromspeicherheizungen möchten sich gerne
von ihrem Heizsystem verabschieden - die einen wegen der hohen
Stromkosten, die anderen aus ökologischen Bedenken.
In Rheinland-Pfalz sind aber nicht alle Gebiete an ein Gasnetz angeschlossen.
Das ist vor allem bei Häusern ein Problem, die vom Bau her auf elektrische
Beheizung ausgelegt sind, also weder Lagerräume für eine Öloder
Pelletheizung, noch Kamine besitzen.
Wer auf ein effizienteres Heizsystem umstellen will, steht hier vor verschiedenen
Problemen und größeren Investitionskosten.
Die Lösung Flüssiggas erfordert einen sicheren Standort für den
Tank und eine sorgfältige Prüfung der vertraglichen Bedingungen;
wird der Tank gemietet, muss häufig vom selben Unternehmen jahrelang
Gas bezogen werden, ohne dass die Preisentwicklung im Voraus
absehbar ist.
Ein Holz-Einzelofen kann ein vollwertiges Heizsystem darstellen - vorausgesetzt
es ist eine Wassertasche vorhanden. Diese hat die Funktion
eines Wärmetauschers, der die Wärme aus dem Abgas aufnimmt und
einem Wasserspeicher zuführt.
Neben der Investition in den Ofen selbst, fallen höhere Kosten für den
Schornsteinfeger an, denn Holzfeuerstätten müssen öfter geprüft werden
und es sind inzwischen strengere Emissionsvorschriften in Kraft.
Eine Wärmepumpe passt nicht zu jedem Haus. Abzuraten ist von angeblich
günstigeren Elektrodirektheizungen.
Ohne Speichermedium wie es eine Nachtstromspeicherheizung bietet,
wird die zukünftige Stromrechnung trotz Versprechungen zahlreicher
Werbeblätter mit großer Wahrscheinlichkeit höher ausfallen. In manchen
Fällen kann es deshalb sinnvoll sein, die elektrische Beheizung durch
Nachtstromspeichergeräte übergangsweise fortzuführen.
Um die Stromkosten zu senken, sollte dann aber wenn möglich in den
Wärmeschutz des Hauses investiert werden. Bei den Überlegungen zu
einem neuen Heizsystem oder zur Optimierung des alten stehen die
Energieberater der Verbraucherzentrale nach Terminvereinbarung zur
Seite.
Der Energieberater hat am Donnerstag, den 15.12.16 von 13.30-18.00
Uhr Sprechstunde in Diez in der Verbandsgemeindeverwaltung, Zimmer
101, Louise-Seher-Straße 1. Die Beratungsgespräche sind kostenlos.
Voranmeldung unter: 06432 / 501-246.

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